Wenn Eltern alt werden … 6

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Nach 3 Wochen war gestern der Aufenthalt meiner Mutter in der Unfallchirurgie beendet. Sie konnte wieder in die Rehaklinik zurück.

Ich habe sie dort dann auch besucht und geholfen, die Taschen auszupacken und sich ein bisschen einzurichten. Dass sie bereits im gleichen Haus, in der gleichen Station war, konnte sie sich nicht erinnern. Sie empfand ihre neue Umgebung wie ein Hotel. Glücklicherweise hat sie nun wieder ein Telefon und ein TV-Gerät, die sie selbst noch bedienen kann. wir brachten ihr auch einen alten Kofferradio von daheim.

Ich habe gerade mit ihr telefoniert: es geht gut, aber sie möchte unbedingt nach Hause. Ich denke, die neue Umgebung und die Untätigkeit machen ihr wieder zu schaffen.

Daheim hatte sie ihre kleinen Arbeiten in Haushalt und Garten, mit denen sie sich beschäftigen konnte. Wir haben auch durch ihre Geschäftigkeit die Defizite nicht wirklich erkannt.

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Wenn Eltern alt werden … 5

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Die Operation hat meine Mutter sehr gut überstanden. Sie konnte schon am nächsten Tag mit Hilfe aufstehen und hatte bald keine großen Schmerzen mehr.

Im Krankenhaus – Doppelzimmer – ist meine Mutter nun sehr verwirrt. Sie bediente sich aus dem Kleiderschrank ihrer Zimmernachbarin, geisterte die Nächte durch das Zimmer und fragte immer wieder, warum sie eigentlich da sei.

Mit zunehmender Besserung wurde sie immer aktiver. Sie zog sich ihre Straßenkleidung an und ging in der Station mit Rollator spazieren. Leider verschwand sie auch schon einige Male in den Weiten des Krankenhauses und fand nicht mehr zurück. Wir suchten sie schon mehrfach. Glücklicherweise hat sie die Klinik nicht verlassen und ist nicht auf die stark befahrene Straße gelaufen.

Heute werde ich sie, wie fast jeden Tag, wieder besuchen. Sie freut sich sehr über Besuch, kann sich aber nicht erinnern, wer wann bei ihr war. Es ist für uns sehr schwierig. Wir wollen sie nicht immer ermahnen und berichtigen.

Wenn Eltern alt werden … 4

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Meine Mutter war nach ihrem Schlaganfall in der Rehaklinik gelandet. Wunderschön gelegen, gute Therapien, Zimmer schön, essen sehr gut.

Wir besuchten sie mehrfach, waren zusammen spazieren und Kaffee trinken. Uns hat die zunehmende Demenz sehr erschreckt. Sie konnte sich an nichts erinnern. Sie meinte, sie läge den ganzen Tag im Zimmer und es würden keine Behandlungen stattfinden.

Heute vor 14 Tagen – wir hatten uns gerade für einen Ausflug in den Chiemgau zu ihr fertig gemacht – erhielt ich einen Anruf: Ihre Mutter ist gestürzt und musste in ein nahegelegenes Krankenhaus verlegt werden. NEIN! Nicht das auch noch, war mein erster Gedanke. Ein Anruf bei Kollegen im Krankenhaus bestätigte meinen Verdacht: Bruch des linken Oberschenkels und OP. Ich organisierte die Verlegung meiner Mutter nach München. Wir fuhren in die Rehaklinik, holten alle ihre Sachen ab und machten doch noch eine schöne Radtour bei herrlichem Herbst-Sonnenschein.

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Abends in die Münchner Klinik: meine Mutter wusste von nichts und wunderte sich, dass sie Schmerzen im Bein hat. Sie wollte gerade, als ich kam, spazieren gehen. Mit gebrochenen Bein schwer möglich. 3 Tage später wurde sie dann operiert….

Notdienst – seit 13:00

 

Eine deutsche Spezialität ist der ärztliche Notdienst der kassenärztlichen Vereinigungen.

Diese Dienste – wohlgemerkt Hausbesuche – sollen den Patienten abends ab 18:00, an Wochenenden und am Mittwoch und Freitag ab 13:00 eine ärztliche Versorgung im Notfall sichern.

Ich gebe zu, es gibt Notfälle – fiebernde Kinder und Senioren, Tumorpatienten, schwere Infektionen, Herzbeschwerden, Atemnot, Menschen mit starken Schmerzen aus verschiedenen Gründen usw.

Es ist jedoch unglaublich, wie wir Ärzte auch von Patienten ausgenützt werden. Warum ein Hausbesuch nachts bei Arthroseschmerzen im Knie oder Rücken, bestehend seit Wochen, bei Schlafstörungen, leichter Übelkeit, Schnupfen, Juckreiz uvm. Viele Patienten bevorzugen den Hausbesuch, um so lästiges Warten am Tag in der Praxis zu vermeiden.

In meiner Praxis sehe ich auch viele Menschen aus dem europäischen Ausland. Dort sind Hausbesuche so gut wie unbekannt. Die Deutschen sind ja auch die Weltmeister im Praxisbesuch. 3x mehr als die Schweizer und Österreicher! Warum wohl??

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Krank ohne Krankenkasse?

 
Habt Ihr Euch schon einmal Gedanken gemacht, wie es sich in Deutschland ohne Krankenversicherung lebt?

Ich arbeite seit 25 Jahren mit meiner Kollegin in unserer Allgemeinarzt-Praxis. Wir sehen die Probleme, die plötzlich auftauchen, wenn man nicht versichert ist.

NEIN, es handelt sich nicht um Asylbewerber, sondern um Menschen, die schon immer oder schon lange hier leben. Sie sind aus verschiedenen Gründen nicht versichert:

  • Frühere Privatpatienten, die sich die Versicherung nicht mehr leisten können
  • Selbstständige – in der Hoffnung, dass man nicht krank wird
  • Arbeitslose, die sich nicht bei den Ämtern melden
  • Menschen aus anderen Ländern, die hier nicht registriert sind
  • und noch viele andere

WAS TUN? Es gibt Menschen, die müssen eine weitere Untersuchung haben, die müssen ins Krankenhaus, die brauchen Medikamente, Laboruntersuchungen und Röntgenbilder. Da kann der niedergelassene Arzt auch mit kostenloser Beratung nicht jedes Problem lösen.

Auf der Suche nach Hilfe für eine Patientin bin ich auf Ärzte der Welt Open.Med gestoßen.

Diese Organisation betreibt in München, Stuttgart und Hamburg Praxen für Menschen ohne Versicherungsschutz. Dort arbeiten Ärzte ehrenamtlich und kostenlos!

Das finde ich wirklich bewundernswert und zur Nachahmung empfohlen.

Gerne werden auch Spenden angenommen!!

 

 

Heute 1. Lymphtag in München

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Guten Morgen!

Heute findet in München der 1. Lymphtag für Ärzte,Therapeuten und Patienten statt. Da dieses Thema in meiner Praxis eine große Rolle spielt, werde ich den schönen, sonnigen Samstag im Krankenhaus Rechts der Isar verbringen.

Die Erkrankungen des Lymphsystems sind vielen, leider auch Kollegen, noch ziemlich unbekannt. Und es gibt viele therapeutische Möglichkeiten.

Einen schönen Tag!