Wenn Eltern alt werden 9: kleine Freuden

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Meine Mutter lebt nun seit fast 2 Monaten im Seniorenheim. Wir besuchen sie mehrmals in in der Woche, trinken mit ihr Kaffee, gehen spazieren, bringen Zeitschriften, Obst und Süßes.

Sie wirkt ausgeglichen, gepflegt, das Essen schmeckt ihr sehr gut und nimmt auch an den Aktivitäten im Heim teil.

Leider schreitet die Demenz weiter fort. Das Kurzzeitgedächtnis lässt immer mehr nach. Sie kann sich an die letzten Stunden und Tage nur schemenhaft erinnern. Sie möchte in ihrem Innersten immer wieder zurück in ihr altes Haus. Wir sprechen sehr oft mit ihr darüber. Dann meint sie auch, dass es im Heim wesentlich bequemer ist und wir sie hier auch viel öfter besuchen können. Aber nach kurzer Zeit ist alles wieder vergessen.

Wir können meiner Mutter nur mit viel Zuwendung ein gutes Gefühl geben.

 

 

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Endlich Dinge beenden!

Ich habe diese Woche frei. Endlich Zeit um meine Sammlung an Stoffen, Nähzubehör, Farben Papieren usw zu sortieren.

Dabei bin ich auf einige begonnene Arbeiten gestoßen: Untersetzer, Wollsocken, Pullover…

Meine Aufgabe für Januar: fertigmachen

Ein gutes neues Jahr!

Ich habe mich auf Silvester gefreut.

Das letzte Jahr hat für meine Familie viel Aufregung, Ängste und Änderungen gebracht. Es kann nur besser werden.

Wir hatten nicht nur die  Demenz meiner Mutter, sondern auch schwere Herzerkrankung und Unfälle zu schultern. Manchmal hatte ich den Eindruck, es wird alles zuviel.

Ich habe mir viel vorgenommen für 2018. Gerne werde ich über Familie, Ernährung, Crafting, Haushalt und vieles andere schreiben.

Ich bin gespannt!

 

 

Wenn Eltern alt werden… 8: Vorwürfe kommen

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Seit einer Woche ist meine Mutter nun im Seniorenheim. Sie hat ein schönes, neues Zimmer im ersten Stock, mit Blick in einen Park nach Süden. Sie konnte eigene Möbel mitbringen, hat ein behindertengerechtes Badezimmer und ich bin nur 5 Minuten entfernt. Schon am ersten Tag hat sie sich mit anderen Bewohnern in der Wohngruppe bekannt gemacht und auch schon an diversen Aktivitäten teilgenommen, heute Yoga!

Vorgestern bekam ich einen Anruf von einer Bekannten meiner Mutter: warum wir sie ins Pflegeheim gesteckt hätten? Sie wäre doch nicht so schlecht zurecht gekommen.

Ich musste mich sehr  zusammennehmen, um nicht unfreundlich zu werden. Diese Verurteilung, man sei lieblos oder würde sich nicht kümmern, hat mir sehr weh getan.

Ich werde meine Mutter weiter begleiten und unseren Weg schildern. Bis bald!

Wenn Eltern alt werden…7 – wohin?

Meine Mutter ist nun zum zweiten Mal in der Rehaklinik – noch 2 Wochen. Was dann?

Wir sind uns sicher, dass sie s nicht mehr in ihrem Haus alleine wohnen kann. Das ging schon vor dem Schlaganfall mehr schlecht als recht und nur mit unserer Hilfe. Es geht nicht darum, ihr nicht helfen zu wollen. Sie kann nicht mehr ohne Betreuung leben, das ist uns klar. Alle in der Familie sind berufstätig. Wir können meine Mutter nicht zu uns nach Hause holen.

Es gibt nur zwei Möglichkeiten: zu Hause mit Pflegerinnen oder im Seniorenheim

Pflegerinnen, die im Haus wohnen, können eine Alternative sein – jedoch muss genug Platz in der Wohnung sein, die Pflegerin fließend Deutsch sprechen, in Altenpflege geschult sein und den Haushalt führen. Das geht oft, aber nicht immer gut.

Ich denke, für demente Patienten ist ein gutes Seniorenheim die bessere Lösung, da dort 24 Stunden Betreuung gesichert ist, die Menschen in Gruppen zusammen leben und auch immer Anregungen und soziale Kontakte haben. Dennoch ist es auch im Heim wichtig, oft zu Besuch zu kommen, Spiele zu machen, spazieren zu gehen…

Wenn Eltern alt werden … 6

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Nach 3 Wochen war gestern der Aufenthalt meiner Mutter in der Unfallchirurgie beendet. Sie konnte wieder in die Rehaklinik zurück.

Ich habe sie dort dann auch besucht und geholfen, die Taschen auszupacken und sich ein bisschen einzurichten. Dass sie bereits im gleichen Haus, in der gleichen Station war, konnte sie sich nicht erinnern. Sie empfand ihre neue Umgebung wie ein Hotel. Glücklicherweise hat sie nun wieder ein Telefon und ein TV-Gerät, die sie selbst noch bedienen kann. wir brachten ihr auch einen alten Kofferradio von daheim.

Ich habe gerade mit ihr telefoniert: es geht gut, aber sie möchte unbedingt nach Hause. Ich denke, die neue Umgebung und die Untätigkeit machen ihr wieder zu schaffen.

Daheim hatte sie ihre kleinen Arbeiten in Haushalt und Garten, mit denen sie sich beschäftigen konnte. Wir haben auch durch ihre Geschäftigkeit die Defizite nicht wirklich erkannt.

Wenn Eltern alt werden … 5

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Die Operation hat meine Mutter sehr gut überstanden. Sie konnte schon am nächsten Tag mit Hilfe aufstehen und hatte bald keine großen Schmerzen mehr.

Im Krankenhaus – Doppelzimmer – ist meine Mutter nun sehr verwirrt. Sie bediente sich aus dem Kleiderschrank ihrer Zimmernachbarin, geisterte die Nächte durch das Zimmer und fragte immer wieder, warum sie eigentlich da sei.

Mit zunehmender Besserung wurde sie immer aktiver. Sie zog sich ihre Straßenkleidung an und ging in der Station mit Rollator spazieren. Leider verschwand sie auch schon einige Male in den Weiten des Krankenhauses und fand nicht mehr zurück. Wir suchten sie schon mehrfach. Glücklicherweise hat sie die Klinik nicht verlassen und ist nicht auf die stark befahrene Straße gelaufen.

Heute werde ich sie, wie fast jeden Tag, wieder besuchen. Sie freut sich sehr über Besuch, kann sich aber nicht erinnern, wer wann bei ihr war. Es ist für uns sehr schwierig. Wir wollen sie nicht immer ermahnen und berichtigen.

Wenn Eltern alt werden … 4

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Meine Mutter war nach ihrem Schlaganfall in der Rehaklinik gelandet. Wunderschön gelegen, gute Therapien, Zimmer schön, essen sehr gut.

Wir besuchten sie mehrfach, waren zusammen spazieren und Kaffee trinken. Uns hat die zunehmende Demenz sehr erschreckt. Sie konnte sich an nichts erinnern. Sie meinte, sie läge den ganzen Tag im Zimmer und es würden keine Behandlungen stattfinden.

Heute vor 14 Tagen – wir hatten uns gerade für einen Ausflug in den Chiemgau zu ihr fertig gemacht – erhielt ich einen Anruf: Ihre Mutter ist gestürzt und musste in ein nahegelegenes Krankenhaus verlegt werden. NEIN! Nicht das auch noch, war mein erster Gedanke. Ein Anruf bei Kollegen im Krankenhaus bestätigte meinen Verdacht: Bruch des linken Oberschenkels und OP. Ich organisierte die Verlegung meiner Mutter nach München. Wir fuhren in die Rehaklinik, holten alle ihre Sachen ab und machten doch noch eine schöne Radtour bei herrlichem Herbst-Sonnenschein.

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Abends in die Münchner Klinik: meine Mutter wusste von nichts und wunderte sich, dass sie Schmerzen im Bein hat. Sie wollte gerade, als ich kam, spazieren gehen. Mit gebrochenen Bein schwer möglich. 3 Tage später wurde sie dann operiert….

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Meine Mutter kam vor 10 Tagen in ein schöne Reha-Klinik in Oberbayern.

Nach ihrem Schlaganfall sollte sie durch Ergo- und Physiotherapie wieder fitter werden. Die Therapien waren bestimmt sehr gut. Schon nach 1 Woche konnte sie besser gehen, ihre Hände besser bewegen und besser sprechen.

Der Verlust des Kurzzeitgedächtnisses hat uns sehr erschreckt. Meine Mutter konnte sich nicht erinnern, warum sie in der Reha war. Wollte jeden Tag nach Hause fahren. Konnte sich nicht an Therapien erinnern. Wollte das Zimmer nicht verlassen. Nicht fernsehen, nicht lesen…

Wir besuchten sie fast jeden Tag. Im Park der Klinik gab es schöne Spazierwege; das Café war sehr gemütlich. Aber sie wirkte recht teilnahmslos.

Die Reha war auf 3 Wochen terminiert, aber es sollte alles ganz anders kommen.